Martin-Luther-Universität Halle, Forschungsverfügungsgebäude

Sanierung, Umbau und Erweiterungsbau bestehender Kasernengebäude zum Forschungsverfügungsgebäude an der Martin-Luther-Universität in Halle / Deutschland

Leistungsumfang
Projektleitung, Gebäude, raumbildende Ausbauten und Freianlagen, Leistungsphasen 1 - 8 HOAI

Die Objekte stehen – wie der gesamte Komplex - unter Denkmalschutz, so dass das Ziel der Sanierung die Erhaltung des originalen äußeren Gesamteindruckes war. Dies wurde durch folgende Maßnahmen gewährleistet:
  • Beibehaltung der Fassadengliederung,
  • Aufnahme der ursprünglichen Fensterteilungen,
  • keine wesentlichen Dachöffnungen und – aufbauten,
  • Instandsetzung/ Sanierung/ Ersatz der Naturstein-Gewände und –Verkleidungen,
  • repräsentativer Zugang südöstlicher Giebel (Zentrale Universitäts- und Landesbibliothek),
  • neue Fluchttreppen in Kolonnadengang / Verbinder gestalterisch integriert. 
Kosten
59 Mio. Euro brutto (Sanierung und Umbau: 32,1 Mio. Euro
Anteil Neubauten: 15,1 Mio. Euro)

Flächen
28.000 m² Bruttogeschossfläche

Hauptkenndaten
  • Die zu sanierenden Gebäude am Campus Heide-Süd in Halle sind Bestandteil der ehemaligen Heeresluftnachrichten-Schule an der Heideallee, erbaut 1936 bis 1938. Die monumentale Anlage bestand aus Unterrichts-, Mannschafts-, Kasino-, Werkstatt- und Garagenbauten, Mannschafts- und Offizierswohnhäusern.
  • Das Ensemble stellt eine der zwei viergeschossigen Dreiflügel-anlagen mit verbindendendem Kolonnadengang dar, die sich symmetrisch um den ehemaligen Exerzierplatz gruppieren. Sie fungierten, auch unter späterer Nutzung durch die Sowjetarmee, als Unterrichtsgebäude.
  • Der Leistungsumfang enthielt auch die Neuordnung des Campus-Areals zur Aufnahme von Neu- und Anbauten, z. B.:
  • die Rekonstruktion der Gebäudeanlage Von-Danckelmann-Platz 1 bis 4 zur Aufnahme der Fakultäten Physik und Chemie (moderne und flexible Unterrichts-, Labor- und Praktikumsräume) und der
  • Universitäts-und Landesbibliothek (400.000 Bände, Lesesaal mit ca. 200 Plätzen)  
Zeitraum
2004 – 2010